Differenzkontrakte – eine bessere Art des Finanzproduktehandels?

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Gastbeitrag von Steven Smith

Die Finanzwelt hat sich in den letzten Jahrzehnten mit rasanter Geschwindigkeit weiterentwickelt – zahlreiche neue Produkte drängten auf den Markt. Ein Finanzprodukt, das im letzten Jahrzehnt vor allem bei privaten Anlegern merklich an Bedeutung gewonnen hat, ist der sogenannte Differenzkontrakt. In diversen Trading-Foren und in England, dem Mutterland dieser innovativen Finanzinstrumente, werden Differenzkontrakte als contract for difference, kurz CFD, bezeichnet. Der Handel mit CFDs gilt als hochspekulativ – das hat verschiedene Gründe. Aus diesem Grund sollten Differenzkontrakte grundsätzlich nur von erfahrenen Anlegern gehandelt werden.

Differenzkontrakte

Was sind Differenzkontrakte?

Differenzkontrakte werden den Derivaten zugeordnet. Unter einem Derivat wird im Umfeld der Börsenwelt ein von einem bestimmten Basiswert abgeleitetes Finanzinstrument verstanden. Im Grunde genommen besteht die Möglichkeit, im Rahmen eines Derivats alle erdenklichen Größen als Basiswert zu definieren. Die Auswahl an Basiswerten ist mittlerweile auch im CFD-Bereich deutlich angewachsen. Mit Differenzkontrakten ist der Trader in der Lage, auf steigende und auf fallende Märkte zu setzten. Das ist auch einer der Gründe, weshalb CFDs gerne zu spekulativen Zwecken oder auch zum Hedging eingesetzt werden. Ein Händler, der davon ausgeht, dass die Märkte steigen werden, eröffnet eine Long-Position. Short-Positionen werden in aller Regel eröffnet, wenn die Analysen auf fallende Märkte hindeuten. Differenzkontrakte werden normalerweise über ein Marginkonto gehandelt, was einen Hebeleffekt mit sich bringen kann. Das bedeutet, dass sowohl die Gewinne als auch die Verluste überproportionale Ausmaße annehmen können. Die Verluste können im Extremfall sogar das auf dem Konto eingezahlte Kapital übersteigen.

Wo können Differenzkontrakte gehandelt werden?

Differenzkontrakte werden nicht über eine Börse, sondern in aller Regel über einen sogenannten CFD-Broker gehandelt – damit zählt der Handel mit Differenzkontrakten zu den sogenannten außerbörslichen Geschäften. Finanzprodukte, die außerbörslich gehandelt werden, finden oftmals auch als OTC-Produkte Bezeichnung. Im Normalfall stellt der Broker seinen Kunden eine Handelsplattform, die speziell auf den Handel mit CFDs abgestimmt ist, zur Verfügung.

Welche Basiswerte können mit Differenzkontrakten gehandelt werden?

Die Auswahl an Basiswerten fällt von CFD-Anbieter zu CFD-Anbieter unterschiedlich aus. Es gibt zum Beispiel Broker, die haben sich auf ein paar wenige CFDs spezialisiert und Anbieter, die versuchen, ihren Kunden eine sehr breit gefächerte CFD-Produktpalette zu bieten. Am häufigsten sind jedoch CFDs auf Währungspaare und Aktienindizes vertreten, da diese Basiswerte von den Kunden rege nachgefragt werden. Ein bekannter Broker, der den Handel mit Differenzkontrakten anbietet, ist IG. Bei IG gibt es nicht nur Differenzkontrakte auf Währungspaare und Aktienindizes, sondern unter anderem auch auf einzelne Aktien, diverse Rohstoffe, Zinssätze und andere interessante Märkte.

(Foto: Fotolia © Gina Danders )

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