Wann kommt das Ende der Niedrigzinsphase?

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Viele Sparer leiden seit Jahren unter den niedrigen Zinsen im Euro-Raum. Für Tages- und Festgelder erhalten sie kaum mehr Erträge, teilweise liegt die Rendite unter der Inflationsrate. Lohnt sich das Abwarten auf bessere Zeiten? Eher nicht, meinen viele Experten. Stattdessen empfiehlt sich der Blick auf Alternativen.

Niedrigzinsphase kann noch eine Weile dauern

Die US-Zentralbank hebt mittlerweile wieder die Leitzinsen an, manche deutschen Sparer schöpfen Hoffnung. Doch das könnte sich als irrige Annahme erweisen. Die Europäische Zentralbank berücksichtigt zwar auch die Entwicklung in anderen Wirtschaftsräumen, aber es existieren andere Faktoren. Vor allem kommt es auf das Wirtschaftswachstum in Europa sowie die Finanzsituation in den Mitgliedsländern an. Beides deutet darauf hin, dass die EZB weiterhin an niedrigen Zinsen festhalten wird. Das Wirtschaftswachstum stagniert auf geringem Niveau, Niedrigzinsen sollen es ankurbeln. Erst wenn wichtige Volkswirtschaften wie Italien und Frankreich ein höheres Wachstum verzeichnen, dürfte sich die EZB an deutliche Zinserhöhungen wagen. Zudem häufen einige Mitgliedsstaaten hohe Schulden an, höhere Zinssätze würden diese Länder stark belasten. Das spricht ebenfalls nicht für eine rasche Änderung der Zinspolitik. Manche Beobachter sind optimistischer. Sie verweisen auf positive Trends wie die Stabilisierung Spaniens und die gute ökonomische Entwicklung in Deutschland. Diese Gruppe befindet sich jedoch in der Minderheit.

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Alternativen in Betracht ziehen

Selbst wenn die Optimisten richtig liegen: Es würde höchstens geringe Zinssteigerungen geben. Angesichts des historischen niedrigen Zinsniveaus würden diese in absehbarer Zeit nicht weiterhelfen. Deswegen raten Experten wie auf https://www.deutsche-bank.de/pfb/content/pk-investments-finanzmarktwissen-anlagestrategien-niedrigzinsphase.html dazu, renditeträchtigere Finanzprodukte in die Anlagestrategie einzubeziehen. Dazu zählen Fremdwährungsanleihen. In anderen Regionen zahlen Staaten und Unternehmen höhere Zinsen als in der Eurozone, zudem lässt sich mit dem Wechselkurs Geld verdienen. Gute Renditechancen bieten auch Aktien. Bei geringen Anlagesummen sollten Investoren Aktienfonds vorziehen, da sie mit ihnen die Risiken streuen können. Öko-Investments wie Beteiligungen an Windparks kommen ebenfalls infrage. Wertstabilität bei gleichzeitiger Chance auf eine ansprechende Rendite versprechen auch Immobilien und Immobilienfonds. Wichtig ist in allen Bereichen: Sparer sollten sich umfangreiche Kenntnisse aneignen oder sich von Profis beraten lassen. Sie können mit diesen Anlageformen zwar höhere Erträge erwirtschaften, es bestehen im Gegensatz zu Tages- und Festgeld aber auch Verlustrisiken.

Bilder: Fotolia_42606734_XS – © bluedesign

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